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17. März 2026

Exkursion zur Wewelsburg

Ein eindrucksvoller Blick auf Geschichte, Verantwortung und Zivilcourage

Am 29.01.2016 unternahm der Jahrgang 10 unserer Schule eine Exkursion zur Wewelsburg, um die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ zu besuchen. Passend – wenn auch bedrückend – präsentierte sich der Tag kalt und schneereich. Die winterliche Kulisse verlieh dem Besuch eine besondere Atmosphäre und unterstrich die Ernsthaftigkeit und Schwere des Themas.
Während des Rundgangs setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Verbrechen der SS auseinander. Die Ausstellung vermittelte nicht nur historische Fakten, sondern zeigte eindringlich, wie eine menschenverachtende Ideologie millionenfaches Leid verursachen konnte. Besonders die dokumentierten Einzelschicksale hinterließen einen bleibenden Eindruck: Viele Jugendliche zeigten sich betroffen und berichteten, dass sie sich den Opfern emotional näher fühlten. Das Leid wurde nicht als abstrakte Zahl wahrgenommen, sondern als menschliche Tragödie mit realen Gesichtern, Namen und Geschichten.
Gleichzeitig wurde eine Brücke zur Gegenwart geschlagen. Die aktuelle politische Lage erfordert unser genaues Hinsehen, kritisches Hinterfragen und aktives Engagement. Die Exkursion machte deutlich, dass Demokratie, Menschenrechte und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich verteidigt werden müssen. Viele Schülerinnen und Schüler beschrieben den Besuch als bewegend und wichtig.
Ein besonders eindrucksvoller Moment war der abschließende Appell der FSJlerin Emma, die eine der Gruppen durch die Ausstellung begleitet hatte. In ihren Worten rief sie dazu auf, die Botschaft der Ausstellung weiterzutragen und Verantwortung zu übernehmen. Jede und jede könne – durch Aufklärung, Zivilcourage und solidarisches Handeln – einen Beitrag dazu leisten, Faschismus zu verhindern. Dieser Aufruf hinterließ bei vielen SchülerInnen einen bleibenden Eindruck und rundete den Besuch in besonderer Weise ab.
Ein zentrales Fazit des Besuchs war die Erkenntnis, dass Faschismus in jeglicher Form absurd, gefährlich und unmenschlich ist. Einige Schülerinnen und Schüler äußerten, dass sich in der Zeit des Nationalsozialismus niemand wirklich sicher hätte fühlen können – denn das NS-Regime fand stets Gründe, Menschen zu verfolgen, auszugrenzen oder zu töten.
Insgesamt erwies sich die Exkursion zur Wewelsburg als äußerst wertvoll. Sie bot nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte, sondern förderte auch Empathie, kritisches Denken und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Der Jahrgang 10 hat eindrucksvoll gezeigt, dass auch junge Menschen reflektiert und interessiert mit schwierigen historischen Themen umgehen können. Für viele Schülerinnen und Schüler war dieser Tag nicht nur lehrreich, sondern ein wichtiger Schritt hin zu einem bewussteren Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und die eigene Rolle in der Gesellschaft.

Fotos und Text: Claudia Kröger

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