29. August 2026
„Aussprechen, für was es keine Worte gibt“ – Realschule Lichtenau erhält Nachhaltigkeitspreis
Eine besondere Auszeichnung durfte die Realschule Lichtenau am 29. August entgegennehmen
Die Bürger- und Energiestiftung Lichtenau/Westfalen verlieh den Nachhaltigkeitspreis für das zweite Halbjahr 2026 an die Realschule Lichtenau und den Förderverein der Realschule für die Gemeinschaftsfahrt nach Polen/Auschwitz und die damit verbundene intensive Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des FamilienFerienFestivals in Herbram statt. Reinhard Piepenbrock und Anja Ebner überreichten die Auszeichnung an die für die Planung und Durchführung der Fahrt verantwortlichen Geschichtslehrkräfte Sigrid Buttgereit und Christian Ilskens.
Die Fahrt, die in diesem Jahr vom 21. bis 26. Juni stattfand, führte die Teilnehmenden nach Breslau, Auschwitz und Krakau. Unter dem Motto „Aussprechen, für was es keine Worte gibt“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und insbesondere mit den Verbrechen und dem Schicksal der Opfer auseinander.
Die Bürger- und Energiestiftung unterstützt nachhaltige Projekte in der Region und orientiert sich bei ihren Entscheidungen an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Auszeichnung als „nachhaltiges Förderprojekt“ würdigt damit auch den langfristigen Bildungs- und Erinnerungsauftrag, den die Realschule Lichtenau mit der Fahrt verfolgt.
In ihrer Dankesrede betonte Frau Buttgereit die große Bedeutung der Fahrt und die erfreulich hohe Beteiligung. Mehr als 70 Personen nahmen in diesem Jahr teil. Sie lud zugleich dazu ein, auch als ehemalige Schülerin oder ehemaliger Schüler an der Fahrt teilzunehmen: „Wir freuen uns über jeden, der mitfährt, und versuchen, das möglich zu machen.“
Herr Ilskens hob die besondere Mischung der Reisegruppe hervor. Neben Schülerinnen und Schülern seien auch Eltern herzlich eingeladen. Gerade der Austausch zwischen jungen Menschen und Erwachsenen mache die gemeinsame Auseinandersetzung besonders wertvoll.
Zum Abschluss wurden eine Urkunde und ein Blumenstrauß überreicht. Auch Bürgermeisterin Ute Dülfer gratulierte den sichtlich gerührten Lehrkräften für ihr Engagement. Die Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für die Realschule Lichtenau und ihren Förderverein und unterstreicht die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungsarbeit für die Zukunft.
Denn nachhaltiges Denken beginnt nicht erst bei Klima und Umwelt, sondern auch beim verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte.
Fotos und Text: Daniela Krafft Könsgen




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