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Gegen das langsame Vergessen, gegen das Verfälschen und gegen das Relativieren

Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 am jüdischen Friedhof in Lichtenau

Auf Einladung des Förderkreises Heimatgeschichte und Naturkunde der Stadt Lichtenau fand am 11.11. 2017 am jüdischen Friedhof eine Gedenkstunde statt, in der an die Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 erinnert wurde.

In ihren Ansprachen erinnerten Bürgermeister Josef Hartmann und der Vorsitzenden des Förderkreises für Heimatgeschichte und Naturkunde Bernd Kruse an die jüdische Gemeinde, ihre Mitglieder und insbesondere an den jüdischen Friedhof. 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b stellten unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Simone Künsting, Britta Fuhrmann und Carmen Daldrup die Schulgemeinschaftsfahrt nach Auschwitz im Mai dieses Jahres in den Mittelpunkt ihres Beitrages zur Gedenkfeier. Sie erläuterten ihre Motivation für die Teilnahme an der Fahrt nach Auschwitz und die Bedeutung einer angemessenen und würdigen Erinnerungskultur an den Holocaust. Im Anschluss daran schilderten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Stationen ihrer Reise und kontrastierten diese mit ihren teils sehr persönlichen Eindrücken nach dem Besuch des Stammlagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Birkenau. Bevor die Namen der deportierten Lichtenauer Juden verlesen wurden, stellten die Schülerinnen und Schüler heraus, dass es ihnen ein besonderes Anliegen ist, den Ermordeten Namen und Identität wiederzugeben und so „aus Asche und Verlust das menschliche Antlitz der Opfer sichtbar zu machen“. Sie betonten außerdem, wie wichtig es ist, „aufmerksam zu sein und zu bleiben, die Augen offen zu halten, andere Kulturen nicht von vornherein als Bedrohung zu begreifen.“ Zum Abschluss legten die Anwesenden symbolisch für das Miteinander im Sinne jüdischer Tradition Steine des Erinnerns auf die Grabsteine und zündeten eine Kerze an.