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Informationsveranstaltung für Eltern an der Realschule Lichtenau „Hilfe! Mein Kind hat Facebook!“ – Soziale Netzwerke und Cybermobbing

Am 09.10.2013 fand bereits die für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 und 9 kostenlose Aufführung des Stückes „Doppelklick“ des Hein-Knack-Theaters statt, die das Thema „Cybermobbing“ thematisierte.

Für die Eltern der Realschülerinnen und -schüler erläuterte Herr Tomé vom Kreisjugendamt Paderborn am 17.10.2013 in einem sehr interessanten Vortrag „Hilfe! Mein Kind hat Facebook!“ einerseits die Faszination, die von sozialen Netzwerken für Jugendliche (und auch Erwachsene) ausgeht, andererseits aber auch die Gefahren und Missbrauchsmöglichkeiten.

Es wurde deutlich gemacht, dass soziale Netzwerke heute für die Heranwachsenden durchaus eine positive Entwicklung auf dem Weg vom Jugendlichen hin zum Erwachsenen bedeuten und dass diese Netzwerke für die Jugendlichen ein Ort der Selbstbestimmung und der Selbstdarstellung sein können. Diese „erwachsenenfreien“ Räume dienen nicht nur dem Identitätsmanagement, sondern haben weitere positive Nutzungsmöglichkeiten: Jugendliche üben das „Netzwerken“, sie pflegen Freundschaften, sie kommentieren, diskutieren, knüpfen auch milieuübergreifend neue Kontakte und noch vieles mehr.

Allerdings beinhaltet diese Faszination einige Gefahren, denn neben der Medienkompetenz erfordert der Umgang mit Facebook hohe soziale Kompetenzen. Schon das Anmeldeverfahren stellt für Jugendliche eine hohe Hürde dar, was beispielsweise den Datenschutz und die Privatsphäreneinstellung angeht. Ausführlich stellte Herr Tomé die Problematik des Cybermobbing dar, nannte Formen wie Beleidigung, Bloßstellung, Rufschädigung, Bedrohung und Erpressung und nannte Gründe für das Verhalten von „Mobbern“. Besondere Bedeutung für die Eltern hatte an diesem Abend v.a. der Punkt „Wie kann ich mich schützen?“ Grundsätzlich sollte jeder Nutzer nur wenige persönliche Daten preisgeben, das Hochladen persönlicher Fotos überdenken, PIN´s und Passwörter geheim und anspruchsvoll wählen und nicht weitergeben, öfter den eigenen Namen überprüfen, Fotos nur mit Zustimmung verbreiten und die Privatsphäreneinstellung hoch und sicher wählen.

Der Vortrag von Herrn Tomé stieß bei Eltern wie Lehrern auf eine sehr positive Resonanz, die sich auch in vielen Fragen und Diskussionsbeiträgen niederschlug.

Eltern können sich selbst beispielsweise beim Kreismedienzentrum Paderborn oder dem Heinz-Nixdorf-Musuemsforum in speziellen Schulungsprogrammen für den Umgang mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken fit machen.

Informationen zum Thema „Chats“ / „Communitys“ und „Cybermobbing“ sind u.a. unter folgenden Adressen abrufbar:

www.thema-jugend.de

www.bmfsfj.de

www.kinder-ministerium.de

www.klick-tipps.net

www.i-kiz.de/hilfe